An der Küste entlang nach Süden

Vorweg:
1. Danke für eure Kommentare. Wir lesen alle und freuen uns über jeden einzelnen.
2. Nein, wir trinken morgens (unserer Zeit) kein Bier aus unseren St. Pauli-Bechern. Das kommt erst später. In diesem speziellen Fall war es Tee. :-)
3. Unsere vorderen Bremsen quietschen nach ca. 2.500 von geschätzten 50.000 km. Na wie gut, dass wir nicht die ganz Billigen genommen haben. :-)

 

South Carolina, Charleston

Charleston ist wirklich eine Hübsche. Schnuckelige Straßen und Gässchen, schöne Häuser (Antebellum und andere) und mit viel Wasser drum herum. Wunderlicherweise eine Stadt ganz nach unserem Geschmack.
Direkt im Zentrum von Charleston mit Eddie einen Parkplatz zu finden ist doof und daher haben wir am Rand in einem kleinen Hafen geparkt. Ach wie praktisch, dass wir unsere Räder dabei haben. Wir sind damit ganz entspannt durch die Stadt gecruist, haben ein Picknick in einem Park mit Blick auf’s Wasser gemacht und einfach die Stadt auf uns wirken lassen. Super.

Für die Zeit in Charleston hatten wir uns auf einem „richtigen“ Campingplatz einquartiert, also mit Wifi und Waschmaschine und so. Man war das spießig da. Alle naslang kam ein/e Mitarbeiter/in auf einem Golf-Caddie vorbei und hat die Lage gecheckt. Das mögen wir gar nicht. Wenn es mal sein muss, werden wir es wieder tun. Ziel ist es allerdings eher in State Parks und National Forests o.ä. unterzukommen.

Wir sind weiterhin die Camper mit den meisten Besuchern. Bisher waren alle nett, viele aus Texas, viele Veteranen und bis jetzt fand noch keiner Barack gut. Danach haben wir nicht explizit gefragt, das hat man uns einfach so mitgeteilt oder uns gefragt, was die Deutschen von ihm halten. Wenn man nicht jedes Mal politische Grundsatzdiskussionen führen möchte, sollte man die Klappe halten. Nach dem dritten Gespräch hatte ich (Carmen) meine Lektion gelernt.

Weiterhin denken wir ernsthaft über eine Setcard für Eddie nach. Vor meinem geistigen Auge sehe ich da zwei drei Bilder und alle relevanten Daten, wie Baujahr, Marke, Modell, Spritverbrauch (selbstverständlich in Gallons und Litern und Meilen und Kilometer), Höchstgeschwindigkeit bergab und bergauf usw. Wir wandeln die Geschichte jetzt immer mal ein bisschen ab, damit es nicht so eintönig für uns wird.

 

Georgia, Savannah

Im Reiseführer steht: Südstaatenschönheit mit Hotpants unterm Rock. Und das passt. Wenn Charleston die elegantere Stadt ist, dann ist Savannah die lebendigere. Im Vergleich zu Charleston pulsiert hier das Leben. An jeder Ecke und in vielen Kneipen und Restaurants spielen Livebands und die Stadt brodelt. Im Pub haben wir ein paar Leute kennengelernt und wurden sogleich angestiftet beim Pferderennen (3 Minuten im Fernsehen) mit zu wetten. Regeln: Einsatz 1 Dollar pro Pferd und jedes Pferd darf nur einmal gewählt werden. Unser Pferd wurde zweiter. Nicht übel, oder?

Übernachtet haben wir in Skidaway Island State Park. Das war mit 40,- Dollar mit Abstand der teuerste State Park bis jetzt. Lage und Ausstattung waren gut. Herausragend waren die ca. 10 km Wanderwege, die wir zu unserer Joggingstrecke gemacht haben. Laut meinem Mann die abwechslungsreichste und schönste Strecke die er jemals gelaufen ist und er ist, behaupte ich einfach mal so, schon einiges in seinem Leben gelaufen. Somit war auch diese Ausgabe ihren Preis wert.

Da wir uns immer noch nicht von der Küste trennen wollten ging es an selbiger weiter nach Florida.

 

Florida, The Sunshine State, Teil 1

Florida, St. Augustin
Gemächlich wie wir so sind, haben wir gleich hinter der State-Grenze unseren ersten Stopp eingelegt um uns St. Augustine, die älteste Stadt die von Europäern gegründet wurde, anzugucken. Europäer gibt es hier immer noch viele und das Städtchen ist ganz nett.
Unterschlupf haben wir im Fort Clinch State Park gefunden und das auch nur, weil gerade einer abgesagt hatte. Glück gehabt, ansonsten gibt es zu diesem Park nichts besonderes zu berichten.

Florida, Flagler Beach
Genug mit Städten jetzt, Beaches wir kommen. Im Gambler Rogers Memorial State Park direkt am Strand hatten wir kein Glück einen Platz zu bekommen. Der Campingplatz liegt direkt am Strand und ist die nächsten Wochen komplett ausgebucht. Schade. OK, dann fragen wir noch mal bei einem privaten Platz an. Direkt am Meer, keine Toiletten, keine Duschen und das ganze gibt es dann zum „Schnäppchenpreis“ für 70 Dollar pro Nacht. Auf 50 wäre die sehr merkwürdige Frau auch noch eingestiegen, aber auch das war uns zu teuer. Wir wollen ja noch eine Weile unterwegs sein. Was nun?
Eine Seitenstraße in Flagler Beach, die kein Schild „no overnight parking“ hatte, wurde unser heimliches Zuhause.
Der Strand und das Wasser in Flagler Beach waren der Hammer. Schade, dass wir „unser“ Surfboard nicht dabei haben. Wir wussten nicht, dass wir es mitnehmen durften. Das wäre echt perfekt gewesen. Für den Strand haben wir dann auch gleich noch eine zweite Nacht am Straßenrand gewohnt. Am Pier gab es dann auch noch Duschen und wir mussten nicht mit Salzwasser ins Bett. Luxus pur.

Fortsetzung folgt.

4 thoughts on “An der Küste entlang nach Süden”

  1. Oh Ihr beiden es ist so schön von Euch zu lesen. Das hört sich ja alles auch sehr spannend an! Mit hohen Preisen machen wir hier ja auch so unsere Erfahrung und können ein Lied davon singen. Zu unserem WoMo stellt allerdings keiner Fragen – wir haben ja auch keinen Eddie :-) sondern nur so ein Touri-Einheitsmodell.

    Wir drücken Euch und vermissenEuch, weiterhin viel Spaß und viele tolle Eindrücke! Hier gibt es jetzt gleich lecker Abendessen, mmmmhhh

  2. Hallo, haben Euren Startruck eben am Bahia Honda gesehen! Tolle Tour die Ihr da macht. Weiterhin alles Gute und vor allem allzeit gute Fahrt! Viele Grüße, Kenny und Ines aus Wiesbaden (unterwegs von New York über Miami u.a. bis nach New Orleans und zurück)

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